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Sequence based specification (SBS)

Ziel:

Methode zur Analyse und Strukturierung von Anforderungen

Beschreibung:

SBS ist ein systematisches Verfahren zur Entwicklung von (Software-) Spezifikationen, die bereits konstruktionsbedingt konsistent, vollständig und korrekt sind. Das zu spezifizierende Softwaresystem wird als Black Box betrachtet und umfasst eine klar identifizierte Grenze mit einer definierten Menge an Inputstimuli und Outputreaktionen. Die Softwareanforderungen dienen als Basis für die Definition der Grenze dieser Black Box, sowie zur Identifizierung ihrer Stimuli und Reaktionen.

Auf der Ebene der Black Box garantieren die SBS-Prozessschritte Tagging von Anforderungen, Definition der Systemgrenzen, Sequenzaufzählung und kanonische Sequenzanalyse die direkte Verifizierung der Vollständigkeit und Konsistenz. Die Korrektheit wird sichergestellt, indem die spezifizierte Reaktion für eine Stimulussequenz nachverfolgt wird, zurück zu den Anforderungen. Folglich lassen sich uneindeutige bzw. fehlende Anforderungen identifizieren und entsprechend korrigieren.

Im Spezifikationsprozess werden

(a)individuelle Anforderungen mit Tags versehen, um die Verfolgbarkeit aus den Spezifikationen zu erleichtern.

(b)Systemgrenze und Stimuli identifiziert.

(c)alle möglichen Sequenzen von Stimuli in strikter Reihenfolge methodisch aufgezählt, d.h. Stimulussequenzen der Länge null, eins, zwei, etc.

(d)aus den Anforderungen die korrekte(n) Reaktion(en) identifiziert, die das System für jeden Sequenzstimulus generieren soll. 

(e)Reduktionsregeln angewendet, um größere Sequenzen auf äquivalente kleinere kanonische Sequenzen zu reduzieren; dies sind nicht reduzierbare Sequenzen, die nicht äquivalent zu einer vorherigen Stimulussequenz sind. Die kanonische Sequenzanalyse liefert den Zustandsraum für das System auf dem vorgegebenen Abstraktionslevel. Kanonische Sequenzen sind konstruktionsbedingt disjunkt.

Die Aufzählung endet, wenn alle möglichen Inputsequenzen identifiziert wurden und ihre entsprechenden Reaktionen spezifiziert wurden. Jede Inputsequenz kann als Einsatzszenario für die Software betrachtet werden. Der SBS-Prozess verlangt von den Entwicklern, alle möglichen Permutationen und Kombinationen von Stimuli in Betracht zu ziehen. Zusammen mit den Anforderungen hilft SBS bei der Unterscheidung unmöglicher Szenarien und falschen Einsatzes von korrektem und beabsichtigtem Einsatz. Außerdem werden, wie bereits erwähnt, auch nicht reduzierbare Sequenzen identifiziert, was die Basis für eine genaue Spezifikation des Softwareverhaltens bildet.

Diese Technik erfüllt folgende Praktiken:

Formal modellieren

Literaturverweis:

Cleanroom Software Engineering: Technology and Process