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Erhebung von Use Cases

Ziel:

Ziel ist die Ableitung der notwendigen Systemanforderungen basierend auf der Festlegung der späteren Benutzung.

Beschreibung:

Use Cases - oder Anwendungsfälle - dienen der graphischen oder textuellen Beschreibung von Anforderungen. Ein Anwendungsfall beschreibt die Art und Weise, wie ein Akteur mit dem zu erstellenden System interagieren kann und dient daher als eine Beschreibung für das äußerlich sichtbare Systemverhalten. Wichtig ist hierbei, dass beschrieben wird, was das System leisten soll und nicht, wie es dies leisten soll.

Akteure sind Personen, Organisationen oder andere Systeme, die einen Anwendungsfall beeinflussen und anstoßen können. Akteure sind nicht Teil des Systems.
Die graphische Überblicksbeschreibung von Anwendungsfällen erfolgt in Use-Case-Diagrammen. Sie bestehen aus einer Menge von Anwendungsfällen und stellen die Beziehungen zwischen Akteuren und Anwendungsfällen graphisch dar. Akteure werden hierbei durch Strichmännchen und Use Cases durch Ellipsen beschrieben.

Der Nachteil der Use-Case-Diagramme besteht im geringen Informationsgehalt. So ist nicht definiert, wie ein Use Case erfolgen soll, sondern nur, dass es einen gewissen Use Case gibt. Um dies zu umgehen, werden neben Use-Case-Diagrammen auch ausformulierte Use-Case-Beschreibungen verwendet. Bei dieser textuellen Repräsentation wird ein Template verwendet, dessen Felder mit strukturierten Texten gefüllt werden sollten. Diese Beschreibungsart umfasst unter anderem den Namen (und eventuell die Nummer oder andere Kennzeichnung) des Use Cases, eine kurze und eine ausführlichere Beschreibung, was in dem Anwendungsfall passiert, beteiligte Akteure, Vorbedingungen und Nachbedingungen, die vorher und nachher erfüllt sein müssen und alternative Abläufe (Wahlmöglichkeiten, Fehler, ...).