Anforderungen reviewen
Beschreibung:
Um Fehler bereits in den frühen Phasen der Softwareentwicklung vermeiden zu können, müssen die erhobenen und spezifizierten Anforderungen auf Qualitätseigenschaften wie beispielsweise Korrektheit und Verständlichkeit überprüft werden. Reviews (Inspektionen, Walkthroughs) bieten eine Möglichkeit diese Überprüfung durchzuführen. Review-Prozesse können vielfältig sein und sind zum Teil abhängig vom Unternehmenskontext. Ein wesentlicher Bestandteil (Prozessschritt) eines solchen Review-Prozesses ist eine Review-Sitzung. Im Rahmen einer Review-Sitzung überprüfen verschiedene Personen die Anforderungsdokumente auf Mängel. Diese Überprüfung kann durch entsprechende Dokumente, die das Vorgehen im Rahmen der Überprüfung vorgeben, unterstützt werden, kann aber auch völlig losgelöst und ad hoc durch die einzelnen Personen erfolgen. Das Ergebnis einer solchen Sitzung ist eine Liste von Mängeln, die potenzielle Fehler darstellen. Im Rahmen einer Diskussion wird entschieden, welche Mängel als Fehler angesehen werden und behoben werden müssen. Ein Review ist ein kosteneffizientes Verfahren zur Erhöhung der Anforderungsqualität, das das Risiko einer kostenintensiveren Behebung der Fehler in späteren Phasen verringert. Eine Möglichkeit, solche Reviews durchzuführen, stellen Inspektionen unter Verwendung von Lesetechniken wie beispielsweise dem Perspektivenbasierten Lesen dar, die sich in vielfältigen Kontexten bewährt haben.
Ziel:
Ziel ist es, die Anforderungen systematisch zu inspizieren, um die Qualität eines Systems bereits in frühen Phasen der Softwareentwicklung sicherzustellen.Techniken zur Realisierung:
Perspektiven zur Inspektion von State ChartsPerspektivenbasiertes Lesen
Alle Praktiken dieser Phase
Anforderungsverifikation und Validierung
Zurück zur gesamten Praktiken-Übersicht
