Arbeitsgruppe Requirements Engineering und Adaptivität
Ziel des Arbeitskreises:
Aufarbeitung des aktuellen Stands, sowie Entwicklung besserer Ansätze zur Unterstützung von Systemanpassungen. Dabei ist das Thema bewusst breit definiert und wird den Bereich von der Systemevolution (Requirements Engineering und Change Management) über Softwareproduktlinien bis zur Selbstadaption (Kontextadaption) von Systemen abdecken.
Der Schwerpunkt innerhalb dieses Spektrums wird dann auf Basis des Fokus der Teilnehmer definiert.
Hintergrund:
Anforderungen an Softwaresysteme ändern sich permanent; sowohl während der Entwicklung als auch darüber hinaus. Existierende Ansätze des Requirements Engineering tragen dieser Situation nur ungenügend Rechnung.
Lösungsansätze können entweder auf den Entwickler zielen (Change Management) oder auf die Flexibilisierung des Produkts (Variantenansätze und Selbstadaptivität).
Beide Vorgehensweisen stellen zusätzliche Anforderungen an den Requirements-Engineering-Prozess. In den letzten Jahren stand dabei vor allem die Produktlinienentwicklung im Mittelpunkt; übergreifende Ansätze, die die weiteren Aspekte betrachten, fehlen zurzeit jedoch noch.
Hier stellen sich aus der Perspektive des Requirements Engineering verschiedene signifikante Fragen:
Anpassung zur Entwicklungszeit (Requirements Engineering und Change Management)
- Wie sind Anforderungen zu strukturieren, um eine einfache Analyse von Änderungen und die nachfolgende Überarbeitung durchzuführen?
- Wie lassen sich möglichst effizient Kosten von Änderungen abschätzen?
- Wie lässt sich der Änderungsprozess gestalten, um eine möglichst kosteneffiziente Vorgehensweise zu erhalten?
- Wie sollten Releases gestaltet werden, um einen optimalen Kundennutzen zu erzielen? Wie sollten Funktionen auf einzelne Releases verteilt werden?
- Wie wird mit Änderungen von Release-Zusammensetzungen umgegangen?
- Wie ist mit der Interaktion von Produkt und Produktlinieninfrastruktur im Änderungsprozess umzugehen?
Anpassung zur Laufzeit
- Wie lassen sich Adaptivitätsanforderungen einfach und testbar beschreiben?
- Wie können die notwendigen Geschäftsprozessvarianten identifiziert und modelliert werden?
Diese Fragen - und weitere, die durch die Mitglieder des Arbeitskreises eingebracht werden - sollen anhand verschiedener Fallstudien untersucht werden. Ziel ist es, typische, erfolgversprechende Muster herauszuarbeiten.
Die detaillierte Vorgehensweise soll auf Basis der Interessen der Teilnehmer bei einem initialen Treffen festgelegt werden. (Voraussichtlich Ende Januar / Anfang Februar)
Mögliche Interessenten melden sich bitte bei:
Klaus Schmid , Universität Hildesheim
